Geheimnisse der Vergangenheit
Sagen, Legenden und Geschichten
Es gibt zahlreiche inspirierende aber auch kuriose Sagen, Legenden und Geschichten aus dem Augsburg Land. Wir geben Euch einen Einblick und sagen Euch, wo ihr diese Geschichten erleben könnt.
Die wegweisende Hirschkuh
Eine Gründungssage über das Kloster Thierhaupten
Herzog Tassilo hielt in einer stürmischen Nacht Totenwache bei seinem Sohn, der auf der Jagd tödlich von einem Eber verletzt wurde. Während er trauerte und dem Sturm trotze, erschien ihm ein Hirsch, der Tassilo einen Ort wies, an dem er seinen Sohn begraben und ein Kloster stiften sollte.
Hier lässt sich die Geschichte des Klosters Thierhaupten erleben:
955 - Lechfeldschlacht
Die Begründung des heutigen Europas
Eine wegweisende Schlacht ereignete sich 955 auf dem Lechfeld und diente als Wendepunkt europäischer Geschichte. Der Einmarsch der ungarischen Truppen wurde durch Beihilfe von König Otto gestoppt und so endeten letztlich auch die jahrzehntelangen Beutezüge der Ungarn.
Das Bobinger Büble
Schlau herausgewunden – ein Bobinger zeigt wie es geht
Das Bobinger Büble war ein Spitzbub aus Bobingen, welcher nach seinem Sinne seine Mitmenschen reinlegte. Aufgrund einer krummen Sache musste sich das Bobinger Büble vor Gericht verantworten. Doch durch seine vorgespielte Blödsinnigkeit, ist er tatsächlich einer Gerichtsstrafe entgangen. Denn auf jede gestellte Frage vor Gericht antwortete das Büble "So geht's Bobingen zu" und rieb sich dabei unter der Nase. Da hatten die Richter Mitleid mit dem armen Kerl und sprachen ihn frei.
Hier lässt sich die Geschichte des Bobinger Bübles erleben:
Der Orgelwettstreit in Biberbach
Zwei junge Musikgenies wetteifern
Im Jahr 1766 kam es zu einem Orgelwettstreit der kleinen Musikgenies Wolfgang Amadeus Mozart und dem Enkel eines Biberbacher Organisten, Joseph Sigmund Eugen Bachmann. Einen endgültigen Gewinner gab es zwischen den beiden musikalischen Wunderkindern letztlich jedoch nicht.
Hier lässt sich auf Mozarts spuren wandeln:
Die heilige Radegundis
Waldbergs Patronin
Die einfühlsame Dienstmagd des Schlosses Wellenburg kümmerte sich liebevoll um die armen und ausgesetzten Leute im Tal der Burg und brachte diesen übrig gebliebenes Essen aus der Burg vorbei. Bei einer Inspektion ihrer Taschen durch den Burgherren verwandelte sich dies auf wundersame Weise in Kamm und Seife.
Eines Tages wurde Radegundis jedoch im Wald von Wölfen angegriffen und erlag den Verletzungen. Durch göttlichen Einfluss wurde sie schließlich bei den Armen, welchen sie stets geholfen hatte, begraben. So entstand die Verehrung der Radegundis vor allem im armen Volk.