Die Linie – und damit die Zeichnung – ist die Grundlage von Kersten Thieler-Küchles Malerei. Ein Motiv kehrt immer wieder: die Halbkugel, der Halbkreis, die Schale, die Hülle – als Behältnis, als Ummantelung und als Grundform, auch im Stillleben. Ihre Arbeiten kreisen um das, was sie umgibt: um verschlüsselte Botschaften, gesellschaftliche Anerkennung oder Kritik, um Natur, ihren Schutz und ihre Ausbeutung sowie um Familie, Partnerschaft, Austausch und Verschwiegenheit – und eröffnen neue Wirklichkeiten und Interpretationswege.
Seit ihrem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München arbeitet Thieler-Küchle als freischaffende Künstlerin. Sie ist Gründerin und erste Vorsitzende des Kunstvereins Schwabmünchen. 2009 erhielt sie den Kunstpreis der Stadt Schwabmünchen.